Bereits heute verliert die Schweiz im europäischen Vergleich beim gleichberechtigten Zugang zu innovativen Medikamenten zunehmend an Boden und rutscht ins Mittelmass ab. Für ein Gesundheitssystem, das lange zur Weltspitze gehörte, ist dies ein alarmierendes Signal. Dieses Ungleichgewicht untergräbt langfristig die Innovationskraft. Jahrzehntelang hat der US-Markt die globale Forschung massgeblich mitfinanziert – MFN würde dieses System fundamental verändern. Gleichzeitig fokussiert sich die Schweizer Politik zu stark auf kurzfristige Kostendämpfung und zu wenig auf nachhaltige, langfristige Perspektiven. Aus Sicht der Unternehmensfinanzierung bedeutet Investieren die Umwandlung von liquiden Mitteln in Anlagevermögen.
Dazu gehören beispielsweise einbehaltene Gewinne, Abschreibungen, Rückstellungen, der Verkauf von Vermögensteilen oder finanzielle Mittel von der Muttergesellschaft. Wir vergeben schon seit mehreren Jahren Fremdkapital und kennen deshalb den Markt. Ich denke, dass der Infrastrukturmarkt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stark wachsen wird. Von daher finde ich es gut, wenn wir daran teilhaben können. Was diese Anlageklasse ausmacht, welches die Megatrends sind und inwiefern Kriterien für verantwortungsbewusstes Investieren eine Rolle spielen, erklärt Joël Hübscher, Investment Analyst im Team Private Markets.
Basel Briefing
- Alle diese Eigenschaften machen Investitionen zum einen reizvoll und notwendig, wenn eine Unternehmung wachsen will.
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- Diese Fonds investieren Gelder verschiedener Investoren in Infrastrukturprojekte.
- Im Vordergrund stehen auch hier gut funktionierende Infrastrukturen, die ein tiefes Risiko haben und hohe, stabile Dividenden ausschütten und möglichst wenig vom Wirtschaftszyklus abhängen.
Ausserdem sind Infrastruktureinrichtungen weniger vom Wirtschaftszyklus abhängig. Der Kapitalbedarf ist riesig, um die weltweite Infrastruktur zu erhalten, zu modernisieren und auszubauen. Infrastrukturanlagen haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt und gelten mittlerweile als etablierte Anlageklasse, die institutionelle Standards erfüllt. Als Konsequenz gelten sie gemäss BVV2, der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, nun als «traditionelle Anlagen» und nicht mehr als «alternative Anlagen».
Das sind zum Beispiel Stromnetze,- Windparks, Wasserleitungen, Strassen, öffentliche Gebäude und Flughäfen. Aufgrund ihrer hohen Bedeutung profitieren Infrastruktureinrichtungen häufig von monopolistischen Marktsituation, hohen Eintrittsbarrieren und einem hohen Regulierungsgrad. Das bedeutet Sicherheit und für Investoren Aussicht auf eine stabile Rendite.
Sie erwirtschaften stabile Erträge, sind geringen Wertschwankungen ausgesetzt und bieten einen gewissen Schutz gegen Inflation. Als Pensionskasse sind wir zudem in der Lage, illiquide Anlagen zu halten und können somit die Illiquiditätsprämie abschöpfen. Im internationalen Vergleich ist dieser Anteil leicht überdurchschnittlich. Gemäss den Ergebnissen der Investitionsumfrage der Europäischen Investitionsbank liegt der Anteil der innenfinanzierten Investitionen in Europa bei 74 Prozent und in den Vereinigten Staaten bei 75 Prozent (siehe Grafik). Innerhalb Europas bestehen jedoch grosse Unterschiede zwischen den Ländern. Besonders hohe Innenfinanzierungsanteile gibt es in Schweden (88 Prozent) und den Niederlanden (85 Prozent), während Länder wie Frankreich (62 Prozent) und Italien (68 Prozent) deutlich darunter liegen.
Handel und Investitionen
PUBLICA investiert neu auf Eigenkapitalseite in private Infrastrukturanlagen. In private Infrastrukturanlagen investieren wir schon seit 2016, und zwar in private Infrastrukturfinanzierungen. Im Jahr 2022 haben wir die Anlagestrategie überarbeitet und entschieden, diese Anlagekategorie um Infrastrukturbeteiligungen zu erweitern. Private Infrastrukturanlagen haben ein attraktives Rendite-/Risikoprofil und diversifizieren unser Gesamtportfolio zusätzlich.
Trend zu nachhaltigen Investments – auch in der Versicherungsindustrie
Die Konferenz der städtischen Finanzdirektorinnen und -direktoren (KSFD) vereint Finanzverwaltungen von rund 30 Schweizer Städten. Aufgrund der Komplexität der Investitionsplanung und -durchführung ist das Thema «Investitionen» für viele Städte von hoher Bedeutung. Aus diesem Grund hat BSS gemeinsam mit BCP eine Erhebung bei den Mitgliedern der KSFD durchgeführt. Befragt wurden die Höhe und Entwicklung der Investitionen in den letzten zehn Jahren sowie Fragen der Investitionsplanung und -steuerung, des Controllings und zu Investitionsstandards.
Dazu gehören die Formulierung präziser Definitionen, die Festlegung von Normen und Leitlinien sowie die Förderung von Bildungs- und Forschungsinitiativen. Diese kollektiven Bemühungen fördern nicht nur das Wachstum des Impact-Investing-Sektors, sondern mobilisieren auch Kapital für Investitionen, die sich positiv auf die Menschen und den Planeten auswirken. Das Freihandelsabkommen mit Thailand sieht vorerst keine Stärkung der Rechte an geistigem Eigentum für Medikamente und Saatgut vor, was aus entwicklungspolitischer Sicht eine gute Nachricht ist. Doch die Folgenabschätzung zur nachhaltigen Entwicklung, übrigens die erste ihrer Art, verfehlt ihr Ziel. In Investitionsschutzabkommen mit Entwicklungsländern berücksichtigt sie stark die Interessen von Schweizer Konzernen und beschränkt damit die Handlungsfähigkeit der Gaststaaten, im öffentlichen Interesse zu regulieren.
Die Schulden zignalor ai der Städte bedingen Zinszahlungen, welche je nach Konditionen die städtischen Haushalte unterschiedlich stark belasten können. Der Zinsbelastungsanteil gibt an, welcher Teil des aktuellen Ertrags für Zinszahlungen beansprucht wird. Für die unter dem harmonisierten Rechnungsmodel HRM2 rechnenden Städte belaufen sich die Zinszahlungen in einer Spannweite von -4.1% (Zinserträge übersteigen die Zinsaufwände) bis zu 3.8%. Bei 70% der Städte übersteigen die Zinsaufwände jedoch die Erträge. Der mittlere Zinsbelastungsanteil aller unter HRM2 rechnenden Städte beläuft sich auf 0.39%. Bei privaten Infrastrukturanlagen handelt es sich um Infrastruktureinrichtungen, die für das Funktionieren und die Entwicklung einer Volkswirtschaft nötig sind.